Wasserstoff

Wasserstoff ist das leichteste und meist verbreiteste Element des Universums. Auf der Erde findet man ihn nur sehr selten in purer Form, sondern in gebundener Form (z.B. als Wasser).
Wasserstoff wurde bereits im 18. Jahrhundert entdeckt und wurde seit dessen in verschiedensten Funktionen eingesetzt (z.B. als Kühlmittel, als Trag- oder Treibgas).

Das Besondere an H2 ist jedoch sein innovatives Potenzial: Damit die Energiewirtschaft auf erneuerbare Primärenergien (z.B. Sonne, Wind, Wasser) umgestellt werden kann, wird Wasserstoff für deren Speicherung und den Transport benötig. Erneuerbare Energien sind im Prinzip reichlich vorhanden, doch stehen sie nicht immer an den Orten zur Verfügung, wo sie gebraucht werden und auch nicht immer zum benötigten Zeitpunkt. Mit Hilfe des Energieträgers Wasserstoff können diese örtlichen und zeitlichen Lücken zwischen Angebot und Nachfrage überbrückt werden. Er ergänzt als Transportmittel den Strom, der in der Regel die Methode der Wahl ist und auch bleiben wird. 

Die große Bedeutung des Wasserstoffes liegt demnach in erster Linie in seiner Eigenschaft als sauberer Energiespeicher und in zweiter Linie in seiner umweltschonenden, schadstofffreien Verwendung als Treibstoff in Verbrennungsmotoren oder in Brennstoffzellen.

Um Wasserstoff zu erzeugen, benötigt man neben der technischen Ausrüstung eine Primärenergiequelle. Um einen sinnvollen Ersatz der fossilen Brennstoffe zu bieten, darf keine Energie aus ebendiesen Energiequellen verwendet werden, sondern es müssen alternative, regenerierbare Energiequellen zum Einsatz kommen, wie z.B. Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft und Biomasse. Das Resultat: "grüner" Wasserstoff.

Wasserstoff kann mit der notwendigen Ausrüstung an beinahe jedem beliebigen Ort produziert und gespeichert werden, womit regenerierbare Energiequellen wesentlich effizienter genützt werden können. Zudem kann Wasserstoff auf dem mobilen Sektor Erdöl (und auch Erdgas) als Treibstoff ersetzen. Damit werden nicht nur die mit der Erdölverwendung einhergehenden Probleme hinsichtlich Umwelt und Gesundheit vermieden, sondern es wird auch die Abhängigkeit von den Ölimporten verringert und die lokale Wertschöpfung gefördert.