Südtirol vorne dran

Über 965 Wasserkraftwerke - jedoch nur 20 mit Speichervorrichtung - und jede Menge Photovoltaikanlagen: Südtirol besitzt ideale Voraussetzungen für die Errichtung von einer Wasserstoffinfrastruktur als Speicher für erneuerbare Energie. Denn Wasserkraft und Photovoltaik liefern Strom nicht unbedingt dann, wenn wir ihn brauchen, sondern wenn die Witterung es zulässt. Somit geht sehr viel Strom ungenutzt verloren - Wasserkraftwerke reduzieren während der Nacht aufgrund fehlender Abnehmer die Produktion, das Wasser fließt ungenutzt ab. Wenn die Stromproduktion jedoch kontinuierlich wäre und die Überkapazitäten zur Wasserstoffherstellung verwendet würden, so würde die Stromerzeugung effizienter und das so erzeugte H2 könnte als Ersatz für fossile Energiequellen dienen - mit allen damit verbundenen Vorteilen

Südtirol ist die erste Region in Italien, die ein Wasserstoffzentrum aufgebaut hat und gehört hier mittlerweile zu den innovativsten Regionen in Europa in diesem Bereich. Wenn die Automobilhersteller die ersten Brennstoffzellen-Serienmodelle auf den Markt bringen (2015-2018), verfügt Südtirol bereits über das nötige Know-how und die Infrastrukturen.

Die EU hat den Wasserstoff-Sektor als einen jener 5 Bereiche identifiziert (zusammen mit Biotechnologie, Elektronik, Aeronautik, Medizintechnologie), die am geeignetsten sind, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb stellt sie 22 Milliarden Euro für Projekte in diesen fünf Bereichen zur Verfügung – Geld das Südtirol für die Errichtung der Infrastrukturen und für Ausbau von Forschung und Entwicklung gut gebrauchen kann. In den letzten Jahren hat das IIT mehrere Millionen Euro an EU-Fördermittel ins Land bringen können und somit hochqualifizierte Jos geschaffen.

Für die lokale Wirtschaft, für die Jugend und für zukünftige Generationen werden mit der Wasserstoff-Technologie also nicht nur zukunftsweisende gesundheits- und energiepolitische Rahmenbedingungen gesetzt, sondern auch interessante Jobs im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung geschaffen.

EU-Mittel für Forschung und Entwicklung: Das IIT konnte über Wasserstoff-Projekte in den letzten Jahren etliche Millionen € an EU-Fördermitteln nach Südtirol bringen und damit auch hochqualifizierte Jobs schaffen – in Zeiten der Krise ein wichtiger Punkt für unser Land. 

Neue Chancen für die heimische Wirtschaft: etliche Südtiroler Unternehmen sind in den letzten Jahren bereits im Bereich Wasserstoff aktiv geworden. Diese innovative Technologie im Aufbau bietet somit der heimischen Wirtschaft neue Chancen und Betätigungsfelder.

Wasserstoff als Energiespeicher: lokal erzeugte und nicht direkt gebrauchte erneuerbare Energien können als Wasserstoff gespeichert werden (Nachtstrom, Photovoltaik).  

Wasserstoff - der saubere Treibstoff: emissionsfreie und lärmarme Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle erhöhen die Lebensqualität der Bevölkerung und verringern Phänomene wie Asthma, Allergien etc.

Lokal, unabhängig und nachhaltig: lokal erzeugter Wasserstoff reduziert die Importabhängigkeit von fossilen Treibstoffen und bricht das Preisdiktat/Monopol der fossilen Energien.

Wertschöpfung für Südtirol: die gesamte Wertschöpfung der Wasserstoff-Produktionskette bleibt in der heimischen Wirtschaft und verringert somit den Abfluss finanzieller Ressourcen in erdölfördernde Länder. 

EU-Mittel für Forschung und Entwicklung: Das IIT konnte über Wasserstoff-Projekte in den letzten Jahren etliche Millionen € an EU-Fördermitteln nach Südtirol bringen und damit auch hochqualifizierte Jobs schaffen – in Zeiten der Krise ein wichtiger Punkt für unser Land.